© Andreas Schlager

 

Imagine a posthumous future in which certain technologies can fundamentally change the human condition. The So-called Transhumanists advocate the idea of uploading the human mind and use their lives to extract and store thoughts from individuals. What could it mean for our possible future if we fully capture all our data and keep it in a non-biological body? Would that still be us? Is the memory the person we were or are? Or is it just a perfect imitation without consciousness? How can touch and what it trigger on an intellectual, emotional and animal level, be transferred to a machine?

In MEMORABILIA, two individuals never stop being physically connected.  A journey collecting mementos. The  animal sensorial field evolves around the physical and emotional states that this concrete situation implies. Each physical print  is recorded into  their memorabilia of senses , ultimately allowing the related emotional states to be captured and relived by these two bodies.

Could this bodily beauty, mammal experience be rendered in a code?

Like a so-called daily techno-spiritual observance, whereby you upload some measure of data about yourself, a video, a memory, an impression, a photograph to a cloud server, where it will be stored until a unspecified future technology will be capable of reconstructing it, from this accumulated data, a version of you, of your soul, which can then be uploaded to an artificial body, believing you might live eternally.

Through his work on MEMORABILIA, media artist Philipp Contag-Lada creates organic virtual worlds of mathematical beauty, into which the dancers, together with the audience, dive, fly over and get lost in them, like in the convolutions of a brain.


Stellen wir uns eine posthumane Zukunft vor, in der bestimmte Technologien den menschlichen Zustand grundlegend verändern können. Sogenannte Transhumanisten befürworten die Idee vom Hochladens des menschlichen Geistes und verwenden ihr Leben darauf, Gedanken von Individuen zu extrahieren und zu speichern. Was könnte es für unsere mögliche Zukunft bedeuten, wenn wir all unsere Daten vollständig erfassen und in einem nicht biologischen Körper aufbewahren? Wären das dann immer noch wir? Ist die Erinnerung die Person, die wir waren beziehungsweise sind? Oder ist es nur eine perfekte Imitation ohne Bewusstsein? Wie können Berührungen und das was sie auslösen auf intellektueller, emotionaler und animalischer Ebene, auf eine Maschine übertragen werden?

In MEMORABILIA hören zwei Individuen nie auf, physisch miteinander verbunden zu sein. Das Stück ist eine Reise durch verschiedene physische und emotionale Zustände, auf der animalisch sensorische Erinnerungstücke gesammelt werden. Jede Berührung der beiden Körper wird letztendlich in Sinneserinnerungen (Memorabilia) umgewandelt, wodurch die damit zusammenhängenden emotionalen Zustände festgehalten und noch einmal durchlebt werden können. Könnte diese körperliche Schönheit durch Berührungen, diese “Säugetiererfahrung”, in einem Code wiedergegeben werden? 

Jeden Tag würden durch eine sogenannte „techno-spirituelle Beobachtung“ persönliche Erinnerungen, Videos und Fotos in eine Cloud geladen und dort gespeichert werden, solange bis eine noch nicht existierende Technologie in der Lage ist, all diese Daten auf einem künstlichen Körper zu rekonstruieren. Dies alles in der Hoffnung auf ein ewiges Leben. 

Der Medienkünstler Philipp Contag-Lada schafft durch seine Arbeit an MEMORABILIA organisch wirkende virtuelle Welten von mathematischer Schönheit, in die die Tänzer_innen zusammen mit dem Publikum eintauchen, sie überfliegen und sich in ihnen verirren, wie in den Windungen eines Gehirns.

MEMORABILIA

 

World Premiere 19.09.19

at LOT-Theater in Braunschweig

 

Choreography, concept and costumes: Liliana Barros

Dancers: Sara Angius, Panos  Malactos

VIdeo : Phillip Conta-Lada

 

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